Hauskreise, die Kleinzelle der Gemeinde

 

Die Hauskreise sind charakteristisch für unsere Gemeinde. Sie basieren auf dem Vorbild der frühen christlichen Gemeinde: „Und sie waren täglich einmütig beieinander (...) und brachen das Brot in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott (...).“ (Apostelgeschichte 2, 46/47)

In diesen Kleingruppen, die sich in der Regel alle vierzehn Tage in Wohnzimmern der Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen, werden Fragen des Lebens und des Glaubens miteinander besprochen, verschiedene Formen der Spiritualität eingeübt und sich im gemeinsamen Gespräch darüber ausgetauscht, wie die Worte der Bibel in unserem Alltag praktisch umgesetzt werden können.

Würden auch Sie gerne bei Tee und Gebäck neue Freunde finden, Freundschaften pflegen, miteinander singen und beten, in der Bibel lesen, sich darüber austauschen und gemeinsam im Glauben wachsen?

Falls wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie sich einem unserer Hauskreise anschließen oder mal an einem Hauskreisabend als Gast teilnehmen wollen, dann rufen Sie doch einfach im Pfarramt an!

Der Kirchengemeinderat hat eine Konzeption der Hauskreisarbeit verabschiedet:

 

Konzeption der Hauskreisarbeit
in der evang. Kirchengemeinde Gundelfingen

  1. Hauskreise basieren auf dem Vorbild der frühen Gemeinde nach Apostelgeschichte 2,46-47.
     
  2. Die Verantwortung unserer Kirchengemeinde für eine Kleingruppen-, bzw. Hauskreisarbeit erwächst besonders aus den Gemeindezielen 4 + 5, die vom Kirchengemeinderat verabschiedet und denen von der Gemeindeversammlung zugestimmt wurden:

    Das 4. Gemeindeziel: „Miteinander leben“, Stichwort: Gemeinschaft
    Mt. 28,19-20: Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.
    Der wichtigste Aspekt der Taufe ist die Eingliederung in die Gemeinde Jesu. Taufe bedeutet, Menschen in die Gemeinschaft aufnehmen, dadurch sind sie Teil der Gemeinschaft. Auftrag von Jesus ist: Nehmt sie in eure Gemeinschaft auf. Gebt ihnen in der Gemeinde die Möglichkeit, ihre Gaben und Fähigkeiten zu entdecken, zu entwickeln und auszuüben. Wir brauchen die Gemeinschaft anderer Christen um im Glauben wachsen und reifen zu können. Glaube ist immer persönlich, nie privat. Als Christen sind wir nicht nur berufen, für uns selbst in unserem Herzen an Jesus zu glauben, sondern auch dazu, zum Leib Christi zu gehören (1. Kor. 12). Wir wollen ansteckende, lebendige, offene und herzliche Gemeinde sein, indem wir Gemeinschaft miteinander haben, uns untereinander austauschen und Anteil nehmen aneinander. Wir wollen das Gespräch miteinander suchen und dem Anderen liebevoll begegnen.

    Das 5. Gemeindeziel: Im Glauben wachsen, Stichwort: Jüngerschaft
    Mt. 28,19-20: Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.
    Wir haben als christliche Gemeinde den Auftrag, Menschen zu ermutigen, in ihrem Christsein zu reifen, das heißt, Jesus Christus nachzufolgen (vgl. 1. Petr. 2,21), ihm zu gehorchen (vgl. Röm 1,5) und Frucht für ihn zu bringen (vgl. Gal 5,22). Sie sollen zu einer lebendigen Beziehung mit Jesus Christus befähigt und darin bestärkt werden, Gott und die Mitmenschen zu lieben, wie Jesus es getan hat. Jesus spricht hier von der „Nachfolge“. Der theologische Fachbegriff zu dieser Lebensbewegung ist „Jüngerschaft“. Die Gemeinde muss darum vielfältige Möglichkeiten bereitstellen, dass Christen im Glauben wachsen können. Die natürlichen Orte, wo dies geschieht, sind die Gottesdienste, die verschiedenen Gemeindeseminare, die Seelsorge und die Kleingruppen. Da die Gottesdienste keinen Raum für das persönliche Gespräch geben können, leisten die Kleingruppen als kleinste Gemeindezelle bei der gegenseitigen Unterstützung in der Jüngerschaft eine große Hilfe. In liebevoller Gemeinschaft von Christen kann Lebensveränderung im Glauben und Seelsorge intensiv erfahren werden. Ziel ist es, eine christliche Gemeinde zu bauen, deren Mitglieder bestrebt sind, Gott die Ehre zu geben, gemeinschaftlich liebevoll miteinander umzugehen und suchende Menschen auf ihrem Glaubensweg zu unterstützen und zu begleiten.
     
  3. Die Ziele unserer Kirchengemeinde sind auch für die Hauskreisarbeit verbindlich.
     
  4. Die Hauskreise sind fest in der Kirchengemeinde verankert und knüpfen am Priestertum aller Gläubigen (1. Petrus 2,9) an. Deshalb verstehen sie sich als Teil der Kirchengemeinde. Dies kann durch die Mitgestaltung eines Gottesdienstes pro Jahr zum Ausdruck kommen.

  5. In allen Kleingruppen soll die Orientierung am Wort Gottes und die Weiterentwicklung des geistlichen Lebens zu den Grundelementen gehören.
     
  6. Die Hauskreise sind grundsätzlich offen für andere Teilnehmer/innen und bereit, ihren Kreis zu erweitern. Da Hauskreise nicht endlos wachsen können, müssen sich die Teilnehmer/innen rechtzeitig mit dem Problem der Teilung bzw. Neugründung auseinandersetzen.

  7. Um einer Teilung bzw. Neugründung des Hauskreises langfristig zuarbeiten zu können, überlegen die Verantwortlichen zusammen mit den Teilnehmer/innen, wer die Aufgabe eines Co-Leiters / Co-Leiterin übernehmen könnte.
     
  8. Die Verantwortlichen der Hauskreisarbeit treffen sich mindestens einmal im Jahr zu einem Leitertreffen. Der/die vom Kirchengemeinderat eingesetzte Bereichsleiter/in für Hauskreisarbeit lädt zu dem Treffen ein.