Kirchengemeinde am Mauracher Berg
öffentliche Sitzungen
Herzliche Einladung an die Gemeindeglieder. Zu den Sitzungen sind Sie als Gäste und Zuhörer eingeladen. Zu Ihrer Information nennen wir auf der Startseite die nächsten Termine.
Der Kirchengemeinderat hat seine Arbeit aufgenommen. Das Gremium trifft sich ein bis zwei Mal pro Quartal abwechselnd in Denzlingen, Gundelfingen oder Vörstetten. Diese Sitzungen sind grundsätzlich öffentlich. Die Einladungen mit Tagesordnung finden Sie mit etwa ein bis zwei Wochen Vorlauf jeweils hier.
Kirchengemeinderat
Der Kirchengemeinderat setzt sich zusammen aus ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitglieder. Die Ehrenamtlichen werden aus den Pfarrgemeinderäten entsandt:
Denzlingen: Rebecca Kaiser, Annette Le Boëdec, Kathrin Osteneck
Angelika Büchlein, Pfarrerin, Thomas Hermann, Pfarrer
Angelika Büchlein, Pfarrerin, Thomas Hermann, Pfarrer
Gundelfingen:
Vörstetten:
Vorsitzender: Pfr. Martin Hassler
Stellvertretende Vorsitzende: Kathrin Osteneck
Für die (ab dem 01.01.2026) neu formierte Kirchengemeinde wurde ein Name gefunden: "Evangelische Kirchengemeinde am Mauracher Berg". Kurzgefasst kann man erklären, dass sich hier auf dem Bergsporn im Osten des Mauracher Bergs in der Geschichte der Besiedlung die erste Kirche befand und das auch mit regionaler Bedeutung. Von hier aus lässt sich auch das Gebiet der Kirchengemeinde überblicken.
Am 3. Mai 2026 fand hier ein Gottesdienst statt - als feierlicher Auftakt der ev. Kirchengemeinde. Prof. Dr. Dieter Geuenich hat die Geschichte der Kirchen hier auf dem Berg dargestellt und allen die inhaltliche Begründung zu dieser Namensgebung erläutert:
"Wir befinden uns hier in der Ruine der alten Mauracher Kirche, die nach dem Ausweis der Jahreszahl (dort drüben: über dem Portal) 1497 erbaut oder fertig gestellt worden ist. Der überlieferte Name „Severinskirche“ oder „Severinskapelle“ ist darauf zurückzuführen, dass inmitten des Kirchenraumes eine große Sandsteinplatte lag, die offenkundig einen Abt oder
Bischof (mit Mitra und Bischofsstab) zeigt. Dort () sehen Sie ein originalgetreues Foto der Reliefplatte. Um die Sandsteinplatte vor weiterer Verwitterung und Vandalismus zu schützen, steht sie heute in der Denzlinger Jakobuskirche.
Dass es sich bei dem Dargestellten um einen als Heiliger verehrten Severin handelt, ist aus einer Aufzeichnung zu schließen, die im Kloster St. Peter überliefert ist. Indes weiß niemand, ob es sich um den Severin von Noricum, den Severin von Köln oder den Severin von Agaunum handelt, der hier um 1500 verehrt wurde, als der Heiligenkult und die Wallfahrten blühten. In dieser Zeit kurz vor der Reformation ist dieser als Ruine erhaltene Kirchenbau errichtet worden.
Diese Kirche, in deren Mauern wir uns befinden, ist aber nicht der erste Kirchenbau an dieser Stelle. Bei archäologischen Grabungen, die von der Universität Freiburg in den Jahren 2011-2017 durchgeführt wurden, konnten zwei Vorgängerkirchen ermittelt werden, deren früheste im 11. Jahrhundert erbaut worden ist.
Noch weiter zurück führt uns eine – original erhaltene – Urkunde Kaiser Ottos (des) I. aus dem Jahr 962, in der der Kaiser Maurach – in der Urkunde Muron genannt – dem Bischof von Konstanz übertragen hat. Die erste und die zweite Kirche – hier auf dem Berg – diente, wie wir auf Grund der Grabungen nun wissen, als Pfarrkirche der Siedlung Muron (unten am Fuß
dieses Berges). Das beweisen die Gräber, die in großer Zahl in und um die Kirche entdeckt und ausgegraben worden sind.
Daraus ergibt sich, dass die ältesten beiden Kirchen hier oben auf dem Berg „Leut(e)- kirchen“ oder Pfarrkirchen waren. Bestattet worden sind hier nicht nur Menschen, die am Fuß des Berges – in Muron - lebten, sondern Männer, Frauen und Kinder aus dem Glottertal, dem Suggental und dem Elztal. Die früheste Kirche hier auf dem Berg war die mater ecclesiae –
die „Mutterkirche“ – der ganzen Region hier an der Glotter, die unten am Fuß des Berges vorbeifloss und in die Elz mündete.
Erst Jahrhunderte später ist die ursprüngliche „Leut(e)“-Kirche zur Wallfahrtskirche geworden. Markgraf Karl II. hat, als er – als Landesherr – 1556 die Reformation einführte, die Wallfahrten hier auf den Berg verboten. Der „Bruder“, der hier oben von den Almosen der Pilger lebte, wurde daraufhin – wie es heißt – „abgeschafft“. In der Folgezeit ist der Kirchenbau verfallen.
Bischof (mit Mitra und Bischofsstab) zeigt. Dort () sehen Sie ein originalgetreues Foto der Reliefplatte. Um die Sandsteinplatte vor weiterer Verwitterung und Vandalismus zu schützen, steht sie heute in der Denzlinger Jakobuskirche.
Dass es sich bei dem Dargestellten um einen als Heiliger verehrten Severin handelt, ist aus einer Aufzeichnung zu schließen, die im Kloster St. Peter überliefert ist. Indes weiß niemand, ob es sich um den Severin von Noricum, den Severin von Köln oder den Severin von Agaunum handelt, der hier um 1500 verehrt wurde, als der Heiligenkult und die Wallfahrten blühten. In dieser Zeit kurz vor der Reformation ist dieser als Ruine erhaltene Kirchenbau errichtet worden.
Diese Kirche, in deren Mauern wir uns befinden, ist aber nicht der erste Kirchenbau an dieser Stelle. Bei archäologischen Grabungen, die von der Universität Freiburg in den Jahren 2011-2017 durchgeführt wurden, konnten zwei Vorgängerkirchen ermittelt werden, deren früheste im 11. Jahrhundert erbaut worden ist.
Noch weiter zurück führt uns eine – original erhaltene – Urkunde Kaiser Ottos (des) I. aus dem Jahr 962, in der der Kaiser Maurach – in der Urkunde Muron genannt – dem Bischof von Konstanz übertragen hat. Die erste und die zweite Kirche – hier auf dem Berg – diente, wie wir auf Grund der Grabungen nun wissen, als Pfarrkirche der Siedlung Muron (unten am Fuß
dieses Berges). Das beweisen die Gräber, die in großer Zahl in und um die Kirche entdeckt und ausgegraben worden sind.
Daraus ergibt sich, dass die ältesten beiden Kirchen hier oben auf dem Berg „Leut(e)- kirchen“ oder Pfarrkirchen waren. Bestattet worden sind hier nicht nur Menschen, die am Fuß des Berges – in Muron - lebten, sondern Männer, Frauen und Kinder aus dem Glottertal, dem Suggental und dem Elztal. Die früheste Kirche hier auf dem Berg war die mater ecclesiae –
die „Mutterkirche“ – der ganzen Region hier an der Glotter, die unten am Fuß des Berges vorbeifloss und in die Elz mündete.
Erst Jahrhunderte später ist die ursprüngliche „Leut(e)“-Kirche zur Wallfahrtskirche geworden. Markgraf Karl II. hat, als er – als Landesherr – 1556 die Reformation einführte, die Wallfahrten hier auf den Berg verboten. Der „Bruder“, der hier oben von den Almosen der Pilger lebte, wurde daraufhin – wie es heißt – „abgeschafft“. In der Folgezeit ist der Kirchenbau verfallen.
In der Ruine (hier) findet seit 30 Jahren alljährlich am Pfingstmontag ein ökumenischer Gottesdienst statt – auch in diesem Jahr wieder: am 28. Mai."

